News Archiv

Docter Optics nimmt Pilotpressanlage mit eigener Glasschmelze in Betrieb

Docter Optics SE, 17.02.2011

Bei Docter Optics, dem marktführenden Zulieferer von Projektionslinsen für die internationale Automotive-Industrie, werden Tag für Tag ca. 100.000 optische Komponenten hergestellt; Komponenten, die auch in vielen anderen industriellen Bereichen gebraucht werden.

In eigens entwickelten Blankpress-Automaten werden Glashalbzeuge, so genannte Gobs, auf Verarbeitungstemperatur erhitzt und in einem durchgängigen Prozess ohne Schleifen und Polieren zu Asphären oder Freiformen verpresst.

Um auch hier den Anforderungen des Marktes nachkommen zu können, wird ein Verfahren benötigt, bei dem die optischen Komponenten direkt aus der Glasschmelze im Sekundentakt gepresst werden können.

Docter Optics ist es jetzt gelungen, eine Spezialglas-Schmelze zu entwickeln, deren Volumen sich an dem Bedarf der Verfahrensentwicklung orientiert. Die weitere Verfahrensqualifizierung und die Integration zum Inline-Prozess erfordert hohe Investitionen von Docter Optics und erfährt darüber hinaus eine anteilige Förderung aus einem Programm zum Zwecke der Technologieentwicklung des Landes Thüringen und der EU. Die Pilotanlage dient der Dokumentation, dass auch optisch anspruchsvolle Komponenten, wie zum Beispiel so genannte Lichttunnel, die in hohen Stückzahlen für moderne Concentrated Photovoltaic-Anlagen (CPV) benötigt werden, wirtschaftlich „in line“ gepresst werden können. Weitere Potentiale für Volumenanwendungen bestehen im Bereich der LED-Beleuchtungstechnik und überall dort, wo Sekundäroptiken aus Glas benötigt werden.

Am Standort Neustadt an der Orla beschäftigt Docter Optics zurzeit über 400 Mitarbeiter. Die Entwicklung des neuen Inline-Verfahrens soll - wie bereits vorher zahlreiche andere von Docter Optics initiierte Meilensteine der Warmumformtechnik von Glas - dazu beitragen, den Standort weiter zu entwickeln und Arbeitsplätze zu schaffen.


zurück zur Übersicht